3. März 2026 | Allgemein Gemeindeleben aktuell

Monatsimpuls für März

Da weinte Jesus

Als Jesus zusehen musste, wie Maria und Marta um ihren verstorbenen Bruder Lazarus trauerten, wurde auch er zutiefst bewegt und zu Tränen gerührt. Während sie vor allem vom persönlichen Verlust getroffen waren, beweinte Jesus den Schmerz Gottes über Sünde, Tod und Unglauben. Jesus konnte den toten Lazarus zu neuem Leben erwecken. Dies war ein sichtbarer Machtbeweis, dass er der Messias ist, der dem Volk Israel als Retter und Erlöser verheißen war. Damit durften die Augenzeugen für einen kurzen Augenblick, wie durch einen Türspalt, hinüber in die Ewigkeit blicken. Äußerlich hatte sich zunächst nichts verändert. Die Römer blieben weiterhin Besatzer in Israel. Streit, Krieg, Krankheit und Tod beherrschten auch nach diesem Ereignis die Menschheit.

Dafür geschah etwas viel Größeres. Jesus als Messias wusste bereits seit langem darum, dass er leiden und sterben müsse, und versuchte dies mehrfach seinen Jüngern zu erklären. Bis schließlich der endgültige Leidensweg nach Jerusalem begann. Die Passion Christi, die mit dem schrecklichen Verrat, der Auslieferung, der Geißelung und dann, am Karfreitag, mit der Kreuzigung ihren Verlauf nahm. Nie hat der Mensch seit dem Sündenfall etwas vergleichbar Tragisches gesehen. Der Sohn Gottes, Jesus Christus, wird als Gotteslästerer zum Tod verurteilt und stirbt wie ein Verbrecher am Fluchholz. Der Karfreitag wurde zum dunkelsten Tag der Geschichte. Der Mensch entledigt sich Gottes, seines Schöpfers.

Doch Jesus, der ohne Sünde war, konnte wie ein Opferlamm die ganze Schuld und Sünde der Welt auf sich nehmen und vor Gott, dem Vater, stellvertretend für den Sünder sterben. Dies hat dem Tod die Macht genommen, weil Jesus wie in einem Triumphzug durch das Totenreich ging, um am dritten Tag von den Toten aufzustehen. Der Tod ist besiegt. Die gute Nachricht vom auferstandenen Jesus ist für uns zu einer lebendigen Hoffnung geworden. Auch wir werden einmal auferstehen, weil wir jetzt schon im Glauben Anteil am ewigen Leben erhalten haben.

Dies ist die Botschaft, die wir in den nächsten Wochen immer wieder hören werden, damit wir sie nie vergessen. Jesus musste für uns leiden und sterben, um für uns die Sünde und den Tod zu besiegen. Es ist gut, wenn auch wir beim Anblick von Leid und Schmerz weinen können, wie es Jesus am Grab von Lazarus getan hat. Dann können auch wir die gute Botschaft von Jesus weitertragen und einer friedlosen Welt Hoffnung bringen.

Stefan Taubmann