Eisenbahnstraße 5/7a


Oktober – Was mich bewegt


Jesus – unser Wegbegleiter

 

Noch nicht lange lebe ich nun hier im schönen Gera. Und doch kommt es mir sehr lange vor, weil ich erst jetzt – nach fast drei Monaten – erst richtig ankomme. Ich habe turbulente und schwere Jahre hinter mir und „darf“ nun für ein paar Monate eine „Auszeit“ oder eher „Arbeitspause“ einlegen. Wie sehr habe ich mich vor dem Umzug auf diese Pause gefreut! Dann kommst du endlich zur Ruhe, dann kannst du dich um deine Seele kümmern, dann kannst du mehr Zeit mit Gott verbringen – habe ich mir voller Vorfreude immer gesagt. Dann…dann…dann… Und jetzt ist „dann“ eigentlich schon wieder fast halb vorbei, stelle ich mit Erschrecken fest. Ich empfinde keine Ruhe, um die Seele hab ich mich nicht gekümmert und die Zeit mit Gott hat sich nicht intensiviert…. Warum??
Wir haben alle unsere Aufgaben und Pflichten, die erledigt werden müssen oder sollen. Oft ist am Ende der Pflichten keine Zeit und auch keine Kraft mehr übrig für die Seele und für die Zweisamkeit mit Gott. Wie schnell geben wir Dingen, die vor uns liegen, die Macht, sich zu einem riesigen Berg aufzutürmen. Wir haben dann drei Möglichkeiten so einem „Berg“ zu begegnen.
Erstens: Wir beschweren uns, dass das gar nicht zu schaffen ist und geben gleich auf.
Oder zweitens: Wir rüsten uns mit Bergschuhen, Pickel, Seilen, Regenjacke und einem schweren Rucksack mit allen Dingen, die wir meinen zu brauchen, weil der Berg ja nur mit viel Mühe und äußerster Kraftanstrengung zu bewältigen sein wird!
Oder drittens: Wir gehen einfach los – voll Vertrauen Schritt für Schritt an Jesu Hand, der uns zeigt, dass der Berg gar nicht so bedrohlich hoch ist! Er geht jeden Tag, jeden Schritt mit uns und begegnet uns beim Spülen, beim Einkaufen, bei den Hausaufgaben, bei der Arbeit… Er ist immer da! Wir nehmen ihn oft nur nicht wahr – spüren ihn nicht…. Gott schenkt uns unseren Platz im Leben. Hier sollen wir wirken und sein – egal, was wir gerade tun oder was unsere Aufgabe ist. Wir dürfen darauf vertrauen, dass er uns jeden Schritt lenkt und für jeden Schritt auch die ausreichende Kraft schenkt! Er ist da!! Was möchte ich also nun bei mir ändern? Ich möchte meinen Weg bewusst mit ihm gehen – egal ob in der Auszeit oder im Arbeitsleben – mit ihm im Gespräch bleiben – auch über Kleinigkeiten. Und wenn es anstrengend wird, möchte ich seinen Namen atmen: „Jesus“ einatmen und „Christus“ ausatmen. Das gibt mir neue Kraft und zentriert mich auf den Mittelpunkt Jesus, um den allein es geht! Ich wünsche euch allen einen gesegneten Oktober mit vielen schönen Momenten an der Hand unseres Wegbegleiters Jesus!

Eva Lenzen

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