Eisenbahnstraße 5/7a


November – Was mich bewegt


Liebevolle Beziehung
„Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein
und sie sollen mein Volk sein.“

Als nach der Bundestagswahl im September ein älterer Herr, der stets dasselbe grau-beige karierte Sakko und eine Krawatte mit Elefantenmotiv trägt, in die Mikrofone rief: „Wir werden sie jagen!“ und „Wir holen uns unser Volk zurück!“, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Zu diesem Volk möchte ich gar nicht gehören, war mein erster Gedanke. Und mehr als drei Viertel des Volkes haben diesen Herrn und seine Mitstreiter gar nicht gewählt. Und doch hat das deutsche Volk in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jh. genau so etwas schon mal erlebt. Mit den bekannten Folgen. Da möchte ich lieber zum Volk Gottes gehören. Da gibt´s zwar kein Parlament und keine Wahlen, ja nicht mal Demokratie, aber es gibt Glaube, Hoffnung und Liebe. Diese drei, aber die Liebe ist die größte unter ihnen. Und Gott, der über Landschaften, Länder und Gaue* regiert und sich seinen Regierungssitz überall errichten könnte, liebt sein Volk und sagt: „Ich will unter ihnen wohnen.“ Also mittendrin in seine bunten Volk mit schwarzen, braunen, gelben, roten und weißen Frauen und Männern. Merkt ihr was? Blaue* Menschen sind da gar nicht dabei. Gott wählt also sein Volk aus, sucht sich eine Wohnung mittendrin und ist da. Einfach da und ansprechbar. Bleibt die Frage: Wie bekommt man ein Bürgerrecht im Volk Gottes?
Was muss ich tun, um zum Volk Gottes zu gehören? Gar nichts, weil der große Gott, der uns im Mutterleib bereits erkannte und geformt hat und noch vor unserer Geburt mit den Bürgerrechten des Gottesvolks ausstattete, uns Beziehung anbietet. Diese liebevolle Beziehung wünsche ich uns allen!

 

Euer
Erkan-J. Müller

*zum Beispiel Breisgau oder Chiemgau
*Blau ist eine Parteifarbe, der im Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen.

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